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Was man auf dieser Seite alles lesen kann
 
Solidarität sprengt alle Grenzen – IG BAU-Jugend: Mischt Euch ein!
Ralley  Mannheim
Sommer Camp am Bodensee
Rostock/Heiligendamm G8 – Gute Nacht!
Besser klarkommen! - Gemeinsam, statt einsam!
Tarifverträge regeln die Mindestbedingungen der Arbeitsverhältnisse
Ausbildungsplatz sicher - yeah! Aber wurde auch alles vertraglich fixiert?
Geist ist geil - Mit der IG BAU kannst du eine Menge bewegen
Den Gürtel enger schnallen? Wer und wofür?
Interessante Linkvorschläge
 

Solidarität sprengt alle Grenzen – IG BAU-Jugend:
von Katja Berger, Jugendvertreterin des Bezirksverbandes Nordbaden

Mischt Euch ein!

Habt ihr Lust, gemeinsam mit anderen interessierten Jugendlichen zu Vorträgen und Filmen in Karlsruhe und Umgebung, beispielsweise zu Globalisierung, Arbeit, Bildung und Antirassismus zu gehen? Und anschließend,  wenn Ihr wollt, über das Gehörte/Gesehene zu quatschen, gar vielleicht zu diskutieren? Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass am Anfang noch große Fragezeichen im Kopf sind und man den einen oder anderen Begriff noch nie gehört hat. Das ändert sich aber schnell und im Nu kannst Du mitreden und Dich einmischen. Schreibt mir, was Euch interessiert und wir schauen, ob wir einen Nachmittag am Wochenende oder am Abend Zeit finden, Deine Interessen zu verwirklichen. Nehm Deine Freunde und Bekannten mit, gemeinsam macht doch alles etwas mehr Spaß!!!

Wichtig in unseren Zeiten ist auch, wo die Zahlen der Übergriffe auf Andersdenkende und Farbige stetig steigen, Zivilcourage zu zeigen. Neonazis der NPD Karlsruhe und zahlreicher "Freier Kameradschaften" aus dem Karlsruher Umland kündigten am 8.Mai 2007 eine Mahnwache in Karlsruhe-Durlach an. Während Nazis laute Musik abspielten und Parolen grölen durften, bekamen linke Personen, die sich im Bereich des Turmberges aufhielten, einen Platzverweis von der Polizei. Das darf nicht sein. Wir sind gegen Nazis und wollen ein antifaschistisches, demokratisches, soziales und offenes Europa, das sich dem Krieg verweigert!!! Darum sollte es auch nicht schwer sein, sich Nazis beim Demonstrieren in den Weg zu stellen.

Kein Fußbreit den Nazis, nicht in Karlsruhe – nicht in Ettlingen – und anderswo!!!

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 Ralley  Mannheim

Am 01.03.07 haben sich etwa 20 Auszubildende aus der Region Mannheim und Karlsruhe getroffen, um den Meister im Power Car Motodrom Mannheim ausfindig zu machen. Es wurden 2 Mannschaften gebildet und Zeitrennen gegeneinander gefahren. Ralf Kiktenko, Jugendvertreter im Bundesjugendvorstand für unsere Region war auch mit am Start!

Hier die Bilder der Siegerehrung

Sommer Camp am Bodensee

Wer hat denn da nicht aufgegessen? Am Wochenende vom 01.-03.Juni war es wieder soweit: Das Sommer Camp „Feel the solidarity“ am Bodensee, fand (alle 2 Jahre im Wechsel mit dem Bundesjugendtreffen) statt. Diesmal gründlich nass, denn es hat fast die ganze Zeit geregnet. Trotzdem kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Wir, 60 jugendliche Teilnehmer aus ganz Baden-Württemberg, hatten trotzdem unseren Spaß! Es gab, neben vielen netten Leuten, die Attraktion Bullriding - der Hauptgewinn: ein cooles Bike im Wert von 560,- € !!!, Infostände von der Krankenkasse IKK (Danke für die Spende des Bikes) und der Organisation VVN/BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e. V.). Bei Claus-Diego & Geraldine von VVN/BdA gab es die Möglichkeit für ein Verbot der NPD zu unterschreiben und sich mit Infomaterialien, Flyern zu versorgen und abends witziges Kino („Die Könige der Nutzholzgewinnung“). In den Regenpausen spielten wir Tischtennis, Fußball und Volleyball. Das Foto-Team von Mitgliederzeitschrift Grundstein kam extra aus Frankfurt am Main zum Bodensee, um Fotos für den kommenden Jugend-Grundstein zu machen und die Stimmung auf zu fangen. Wer wollte konnte am Abend mit einem leckeren Cocktail oder Pils sich es am Lagerfeuer gemütlich machen. Bald dazu mehr im Jugendgrundstein...

 Hier einige Bilder von Sommer Camp

Rostock/Heiligendamm G8 – Gute Nacht!

Für die globalisierungskritische Bewegung war es ein voller Erfolg: Zehntausenden Menschen gelang es, den Gipfel der Gruppe der Acht, der vom 6. bis zum 8. Juni in Heiligendamm stattfand, praktisch zu delegitimieren. Trotz massiver Polizeirepression, Einschränkungen von Grundrechten und des Einsatzes von mehr als 16.000 PolizistInnen schafften sie es in einem Zusammenspiel verschiedener Aktionsformen, wie z.B. der Alternativkongress und ziviler Ungehorsam wie die Zufahrtsstraßen nach Heiligendamm zu blockieren und so den reibungslosen Ablauf des Treffens zu stören. Die Tage zuvor waren geprägt von Aktionen zu den Themen Landwirtschaft, Migration und Krieg. Auf einem Gegengipfel wurde während der Gipfelzeit über Alternativen zur G8-Politik debattiert. Am Freitag, dem offiziellen Ende des Gipfels, schallten dann Sprechchöre durch die Rostocker Innenstadt, die die Gipfelproteste als einen Sieg feierten.

Auf der anderen Seite des 12-Millionen-Zauns, hinter dem sich die Regierungschefs einiger der wirtschaftlich und militärisch stärksten Länder des Nordens verschanzten, passierte wie erwartet nicht viel. Die Präsidenten verkauften ihre Lippenbekenntnisse als großen Erfolg, während sie ihre Politik fortführen, die für die Mehrheit der Menschheit ein unerträgliches Leben bedeutet und den Planeten in eine Klimakatastrophe treibt. Am Ende blieb - wie erwartet - nichts als Phrasen, Absichtserklärungen und leere Versprechungen übrig. So will man nun tatsächlich die Halbierung der CO²-Emissionen bis 2050 "ernsthaft in Betracht ziehen".

Bundeskanzlerin Angela Merkel berichtet ausgesprochen defensiv erste Resultate zum Klimaschutz der Regierenden der sogenannten acht mächtigsten Wirtschaftsländer in Heiligendamm: »Bindende Ziele gibt es nicht. Es gibt nur Verabredungen, zu bindenden Zielen Vereinbarungen zu treffen.«

Das Medienecho gab leider oft, nur Bilder von Gewalt, meist von Demonstranten ausgehend, wieder. Medienhetze: “BILD”-Zeitung mit Aufmacher: “Wollt Ihr Tote?”. Im Text wird Legitimität von Schusswaffengebrauch durch Vorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei behauptet. Medienhetze 2: Frank Jansen behauptet im “Tagesspiegel”, DemonstrantInnen hätten am 2. Juni Obst “mit Rasierklingen gespickt” geworfen. Er beruft sich auf einen “Sicherheitsexperten” der nicht genannt wird. Mein Fazit: Wo die Demonstrationsfreiheit, also die kollektive Meinungsfreiheit der Bürger, eingeschränkt wird, ist die Bedrohung der Pressefreiheit nicht weit. Mitunter sind Fernsehbilder schlicht diskriminierend. Beispielsweise vergangenen Freitag, beim Empfang der Regierungschefs von Südafrika, Nigeria, Ägypten, Algerien, Senegal und Ghana. Kein Medienspektakel zur Ankunft der Gäste wie bei den acht Mächtigen, keine Szenen auf rotem Teppich mit Ehrengarde, kein Fabulieren darüber, ob sie Spargel und Waldmeistereis serviert bekommen, keine Bilder vom Partner- und Gattinnen-Sonderprogramm, kein lockeres entspanntes Sitzen auf der Terrasse mit der Kanzlerin und kein »German Bier«. Deutlicher kann man es nicht zeigen: Sie sind Gäste zweiter Klasse. Nicht einmal namentlich wurden sie oft benannt. Bei N24 heißt es, die Kanzlerin habe »in bunter Folge« Regierungschefs der afrikanischen Länder empfangen. Zuschauer algerischer Herkunft sitzen verblüfft vorm Fernseher – hatten sie doch seit Beginn der Gipfel-Berichterstattung gespannt erwartet, wann der Staatschef ihres Herkunftslandes Abdelaziz Bouteflika im Dialog das Wort ergreift. Die Überraschung ist perfekt: Gar nicht.

Der G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 war das 33. Gipfeltreffen der Regierungschefs der Gruppe der Acht, in Deutschland. Das Treffen fand unter deutscher Präsidentschaft vom 6. bis zum 8. Juni 2007 im Kempinski Grand Hotel Heiligendamm in Mecklenburg-Vorpommern statt und stand unter dem Motto „Wachstum und Verantwortung“.

In Teilen der Weltbevölkerung stieß der G8-Gipfel auf starken Widerstand. Vor und während des Treffens, für das strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, organisierten Globalisierungskritiker zahlreiche bunte und originelle Protestveranstaltungen.

Links:    

Alternativgipfel: Einige Veranstaltungen des G8 Alternativgipfels wurden von einem Projekt der Universität Rostock gefilmt, die Videos sind zur Dokumentation ins Netz gestellt und finden sich auf:

http://www.uni-rostock.de/G8-Wir_sind_nicht_sprachlos/alternativesummit.html

 

  • Dokumentiert sind
    die Auftaktverantaltung mit der Rede von Jean Ziegler
    das Podium "Klimagerechtigkeit, aber wie?
    das Podium "Soziale Kämpfe verbinden - für globale Gerechtigkeit!"
    das Abschlusspodium "Es gibt Alternativen" mit der Abschlussrede von Vandana Shiva
     
    Das war der Gipfel: Fotos, Berichte & mehr Links: 

http://de.indymedia.org/2007/06/183750.shtml


Solidarität sprengt alle Grenzen – IG BAU-Jugend

Besser klarkommen!

Jetzt steckst du also mittendrin im Berufseinstieg und gibst dir Mühe, alles Neue richtig auf die Reihe zu bekommen: Berufsschule, Arbeitsplatz, Privatleben. Das ist nicht einfach und noch dazu ganz schön viel auf einmal...

Gemeinsam, statt einsam!

Kannst Du Dir vorstellen mit anderen Auszubildenden Ehrfahrungen auszutauschen, rechtliche Grundlagen (beispielsweise
Ausbildungsrahmenpläne + Jugendarbeitsschutzgesetz) anzueignen, Aktionen zu planen und Seminare zu besuchen? Toll, dann meld Dich ganz schnell bei uns im Büro. Wir freuen uns auf Dich!
Der zentrale Pfeiler der Gewerkschaften ist die Solidarität – denn gemeinsam können wir mehr schaffen! In den Medien tauchen Gewerkschaften vor allem dann immer auf, wenn es Verhandlungen über neue Tarifverträge gibt.

Tarifverträge regeln die Mindestbedingungen der Arbeitsverhältnisse, z.B.:
 

  •     wöchentliche Arbeitszeit
  •    Lohn/Ausbildungsvergütung
  •    Zuschläge für Überstunden
  •    Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
  •    Urlaub
  •    Sonderzahlungen (Weihnachts- und Urlaubsgeld)
  •    Freistellungsansprüche bei familiären Ereignissen
  •    Übernahme nach der Ausbildung
  •    Weiterbildungsförderung
  •    Kündigungsfristen etc.


Gewerkschaften regeln aber nicht nur Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen in Tarifverträgen. Wir mischen uns in Politik und Gesellschaft ein, damit die Interessen der abhängig Beschäftigten dort auch vertreten sind. Wird zum Beispiel ein bestimmtes Gesetz überarbeitet, dann engagieren sich Gewerkschaften, um bei der Überarbeitung die Interessen und Wünsche der abhängig Beschäftigten einzubringen und durchzusetzen.


Ausbildungsplatz sicher - yeah! Aber wurde auch alles vertraglich fixiert?

Abschluss des Ausbildungsvertrages

Der Ausbildungsvertrag muss noch vor Beginn der Ausbildung schriftlich geschlossen werden (§10,11 Berufsbildungsgesetz). Er wird von dir und deinem Ausbilder unterschrieben. Wenn du noch nicht 18 Jahre alt bist, musst du den Ausbildungsvertrag auch von deinem gesetzlichen Vertreter - in der Regel deinen Eltern - unterschreiben lassen. Schließen Eltern als Inhaber eines Betriebes mit ihrem eigenen Kind einen Berufsausbildungsvertrag ab, sind sie natürlich auch gleichzeitig gesetzliche Vertreter.

Eintragung des Ausbildungsverhältnisses

Der Ausbildungsvertrag muss von der zuständigen Stelle kontrolliert und abgestempelt werden. Dem Antrag muss der Ausbilder einen ausgefüllten Vertrag beilegen und Angaben dazu machen, welche berufliche oder schulische Vorbildung du hast und wer als Ausbilder deine Ausbildung durchführen wird (§36 Berufsbildungsgesetz). Du erhältst dann einen abgestempelten Vertrag. Der Stempel bedeutet, dass die zuständige Stelle (zum Beispiel IHK, Innung) deinen Vertrag und die Eignung des Betriebes überprüft hat und dass dein Vertrag bei der zuständigen Stelle gemeldet ist. Wenn der Ausbilder es vernachlässigt, den Ausbildungsvertrag schriftlich anzufertigen oder ihn in das Berufsausbildungsverzeichnis eintragen zu lassen, muss er dafür mit einer Strafe rechnen. Der Vertrag ist aber trotzdem gültig! Der Vertrag ist auch dann gültig, wenn du ihn nur mündlich mit deinem Ausbilder abgeschlossen hast.

Was muss im Ausbildungsvertrag stehen?

Der Ausbildungsvertrag muss folgende Punkte enthalten (§11 Berufsbildungsgesetz):

  •    sachliche und zeitliche Gliederung, sowie Ziel der Berufsausbildung

  •    Berufstätigkeit, für die ausgebildet werden soll

  •    Beginn und Dauer der Berufsausbildung

  •    Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte

  •    Dauer der regelmäßigen täglichen Arbeitszeit

  •    Dauer der Probezeit

  •    Zahlung und Höhe der Ausbildungsvergütung

  •    Dauer des Urlaubs

  •    Voraussetzungen, unter denen der Berufsausbildungsvertrag gekündigt werden kann

  •    Ein allgemeiner Hinweis auf die Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen die Anwendung finden

Achtung: Viele Betriebe vernachlässigen die Pflicht, dem Ausbildungsvertrag eine sachliche und zeitliche Gliederung der Ausbildung beizufügen. Spätestens nach der Probezeit solltest du darauf bestehen, dass ein solcher Ausbildungsplan angefertigt wird und auch dafür sorgen, dass er eingehalten wird. Außerdem solltest du in deinem Ausbildungsvertrag nachschauen, ob sich ein Verweis auf einen Tarifvertrag findet. Falls ja nimm` unbedingt Kontakt zu Deinen Gewerkschaftskollegen auf und frag` nach, was alles in dem Tarifvertrag drinsteht und was dir zusteht.

Nichtige Vereinbarungen

Die Vereinbarung, dass du nach der Ausbildung diesen Beruf nicht oder nur beschränkt ausüben darfst, ist nicht erlaubt. Auch Klauseln, dass du für die Ausbildung etwas bezahlen musst und Vertragsstrafen sind ungültig. Dasselbe gilt für Vereinbarungen, nach denen ein Schadensersatz (siehe auch Rechtsbehelf) beschränkt oder ausgeschlossen oder sogar in Pauschalbeträgen vorher festgesetzt wird (§12 Berufsbildungsgesetz).


Geist ist geil

Sicher habt Ihr Euch auch schon mal die Frage gestellt, wieviele Auszubildende und junge Gewerkschafter, dass sind alle Gewerkschafter bis einschließlich 28, in unserer Region Nordbaden organisiert + aktiv sind?! Deswegen hier eine kleine Zahlenkunde: Von ingesamt 7.800 Kollegen sind das nämlich knapp 830 Kollegen! Hättest Du gedacht, dass wir über 10 % der Mitglieder ausmachen? Allerdings leben alle KollegInnen in unserer Region gut verteilt, dass uns dies oft gar nicht auffällt. Ist man doch in seinem Betrieb mit seinen Nöten + Sorgen oft alleine.

Wäre es da nicht gut, wenn Du gelegentlich jemanden um Rat fragen könntest? Einen, dem Du vertrauen kannst und der sich in allen Jobfragen auskennt? Der dich nicht von oben herab behandelt, dafür aber zuverlässig auf Deiner Seite steht? So jemanden gibt es. Bei uns bist Du da genau richtig. Die Leute da haben ein offenes Ohr für deine Sorgen und Probleme. Sie nehmen dich ernst, hören dir zu und kennen sich aus. Sie wissen Rat, ohne den Oberlehrer zu spielen. Ganz gleich, um was es
geht – Ausbildungsverordnung, deine Rechte und Pflichten am Arbeitsplatz, deine Vergütung oder deine Zukunftsplanung. Bei der IG BAU bekommst du Antworten.


Wusstest Du schon, dass ab 5 Auszubildende im Betrieb eine Jugend- und Auszubildendenvertretung, kurz JAV, gewählt werden kann (Bedingung: Firma ist Mitglied des Arbeitgeberverbandes & hat einen Betriebsrat)? Unten in der Linktabelle haben wir diesen Teil des Betriebsverfassungsgesetzes für Euch parat.

Mit der IG BAU kannst du eine Menge bewegen.

Deshalb stehen dann die Chancen besser, dass du Deine Ziele erreichst. Faire gerechte Entlohnung und sinnvolles Arbeiten zum Beispiel. Man merkt schnell, dass es toll ist in einem dualen Ausbildungsmodell (Berufsschule + Betrieb) untergekommen zu sein. In Maßnahmen zur Berufsvorbereitung und überbetrieblichen Ausbildungen haben die Azubis nicht nur das Pech nur kurze Zeit in einer 'richtigen' Firma zu arbeiten, nein sie haben auch noch weniger Rechte + ein ungerechtfertigt niedriges 'Taschengeld' in Höhe von von 92,- €. Obwohl sie auch ihre 40 Stunden arbeiten... Es ist wichtig sich auch mit Ihnen zu solidarisieren und ihren Problemen Gehör zu verschaffen.
 


Den Gürtel enger schnallen? Wer und wofür?

Ob Hartz IV, Mehrwertsteuer oder Streichung von gesetzlichen Feiertagen. Die Meinungsmacher in Medien und Politik predigen uns täglich die angebliche Alternativlosigkeit harter Maßnahmen. Diese seien "schmerzhaft", aber "leider notwendig". Alle müssten dazu beitragen, "die Wirtschaft anzukurbeln" und den "Standort Deutschland" zu retten - indem wir "den Gürtel enger schnallen". Alle?

Wir spüren es im Alltag überall. Zurückstecken ist die Devise: bei der Ausbildungsvergütung, bei der Qualität der beruflichen Bildung, bei den Urlaubstagen, beim Kündigungsschutz, beim Arbeitslosengeld... oder bei den Mitteln für die Jugendarbeit. Dann gibt es eben keinen Jugenclub mehr im Stadtteil. Dann muss, wer krank wird, eben Urlaubsstage streichen. Dann arbeitet man halt für 'nen Appel und'n Ei, am besten in zwei Jobs, damit die Kohle reicht. Dann gibt's bei Erwerbslosigkeit eben keinen Schutz vor Armut. Dann muss der Zahnersatz halt aus der eigenen Tasche bezahlt werden...

Dass es hier ums Ganze geht,

sagt uns die Thüringer Finanzministerin Birgit Driezel (CDU) mit ihren Worten zum Landeshaushalt: "Da hilft kein zupfen, raffen oder Gürtel enger schnallen. Der Anzug muss zur Änderungsschneiderei, um ihn neu Maß zu nehmen." - "Neu Maß nehmen..." Unser Recht auf ein schönes Leben soll also in einen engeren Frack gepresst werden - damit man am besten nicht mehr tief Luft holen kann.

Zur gleichen Zeit schafft die Politik die Voraussetzungen dafür, dass dicke Beträge in Deutschland weiter von unten nach oben verteilt werden:
Steuergeschenke an die Reichen und Besitzenden, Verschärfung der Zumutbarkeit von Arbeit für Erwerbslose, Kürzung der Sozialleistungen für die breite Masse.
Die Begründung: in Zeiten leerer öffentlicher
Kassen müsse es der Wirtschaft schmackhaft gemacht werden, wieder in Deutschland zu investieren und damit Arbeitsplätze zu schaffen. Trotzdem gibt es immer weniger davon. Und gleichzeitig schöpfen die Unternehmen weiterhin enorme Gewinne ab. Verrückte Welt. Nein, politischer Alltag in Deutschland. Da fragt man sich nicht zu Unrecht:


Wer muss denn hier tatsächlich den Gürtel enger schnallen?

Wer profitiert davon, wenn wir verzichten, "uns bescheiden", uns im Wettbewerb nach unten gegeneinander ausspielen lassen?*

Was haben wir davon, wenn der Standort vielleicht mal wieder gerettet, unser Arbeitsplatz aber weg ist?

Haben eigentlich all diejenigen, die sich für den Sozialkahlschlag stark machen, schon mal versucht, vom Azubi-Entgelt die Ausgaben eines
Monats zu bestreiten?

Wo bleibt das ganze Geld, das eingespart und in die Ankurbelung der Wirtschaft gepumpt wird?


Wie kommt es, dass für Berufsschulen, städtische Theater, Schwimmbäder oder Kitas immer weniger Geld, für die Anschaffung des Eurofighter oder die Rettung von riskanten Immobilienfonds aber noch genügend Geld zur Verfügung steht?

Wir wollen uns nicht beschneiden. Wir setzen uns ein für ein schönes Leben für alle, denn jede/r hat ein Recht darauf! Ob in Schule, Ausbildung oder Beruf, ob mit oder ohne Arbeitsplatz, ob alt oder jung, ob Mann oder Frau, ob mit oder ohne deutschen Pass.

Es gibt genug Geld in diesem Land. Man kann es auch anders verteilen.
Für eine Vermögenssteuer!

Es gibt genug zu tun in diesem Land, man muss die Arbeit nur gerecht verteilen.
Für Arbeitszeitverkürzung!

Es gibt genug Ausbildungsplätze in diesem Land, man muss ihre Finanzierung nur ausgleichend verteilen.
Für die Umlagefinanzierung!

Es gibt genug Menschen in diesem Land, die sich einbringen wollen. Sie alle haben ein Recht auf soziale Absicherung.
Für die Bürgerversicherung und ein Bedarfsdeckendes Grundeinkommen!

Ob das durchsetzbar und möglich ist, hängt vom politischen Gestaltungswillen ab. Deshalb setzen wir uns ein, deshalb sind wir laut und unbequem. Deshalb fordern wir die Abkehr von den Marktradikalen Spar-Rezepten, die machtvoll daher kommen, aber keine Perspektive bilden.